"Wir stehen an der Seite der Jüdischen Gemeinde!"

Demokratische Initiative verurteilt antisemitische äußerungen

Die Demokratische Initiative (DI) Gelsenkirchen - ein breites überparteiliches Bündnis von 23 Organisationen, Parteien, Jugend- und Wohlfahrtsverbänden in der Stadt unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Karin Welge - verurteilt auf das Schärfste die antisemitischen Äußerungen und Handlungen, die in den vergangenen Tagen, unter anderem auch während einer Demonstration an der Gelsenkirchener Synagoge zu hören und zu sehen waren.

Parolen, wie sie am vergangenen Mittwoch an der Synagoge zu hören waren, haben mit Kritik an israelischer Politik nichts zu tun - es handelt sich um puren Judenhass und puren Antisemitismus. Die Demokratische Initiative bedauert es zutiefst, dass jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger angesichts solch hasserfüllter Äußerungen in unserer Stadt in Angst und Sorge leben müssen.

Die in der Demokratischen Initiative zusammengeschlossenen Organisationen eint die Auffassung, dass jede Art von Antisemitismus und Rassismus ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt. Menschenverachtende Parolen und Aufrufe zu Gewalt sind unter keinen Umständen zu dulden.

Wir stellen uns solidarisch an die Seite unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Die DI wird auch in Zukunft alles Erdenkliche tun, um jeglicher Form von Antisemitismus entgegenzuwirken. Dabei ist jedoch die Unterstützung der Bevölkerung unabdingbar.

Die Demokratische Initiative ruft daher die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener dazu auf, sich von pauschalen Diffamierungen, antisemitischen und rassistischen Tendenzen in aller Entschlossenheit entgegenzustellen. In Gelsenkirchen ist Platz für alle Religionen, alle Ethnien, alle Menschen - nicht aber für die, die andere herabwürdigen, bedrohen oder gar angreifen!

 

 

Demokratische Initiative Gelsenkirchen 2021 Wochen gegen Rassismus

DI-2021-Wochen-gegen-Rassismus.pdf

 

 

Norbert Labatzki - Konzert gegen Rassismus und Antisemitismus 2021

 

 

WDR Mediathek Gedenken an die Novemberpogrome am 9. November 2020
www1.wdr.de

YouTube Gedenken an die Novemberpogrome am 9. November 2020

"Viele Veranstaltungen mussten und müssen in diesem November ausfallen. Das Gedenken am 9. November aber, das war uns sehr rasch klar, das darf nicht ausfallen. Nicht in diesem Herbst. Nicht bei dieser Stimmungslage!", so Oberbürgermeisterin Karin Welge in ihrer Gedenkrede zum 9. November. Entgegen ursprünglicher Planungen hatte die Demokratische Initiative angesichts der sich weiter verschärfenden Corona-Pandemie in diesem Jahr keine öffentliche Kundgebung zum Gedenken an die Pogrome in der sogenannten Reichskristallnacht durchgeführt. Stattdessen wurde die Veranstaltung im engsten Kreis auf den Nachmittag vorgezogen und vor der Neuen Synagoge aufgezeichnet. Zum eigentlichen Termin um 18:30 Uhr stand das Gedenken als Videomittschnitt allen Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchenern auf den Social-Media-Kanälen und der Homepage der Stadt zur Verfügung.

Die Demokratische Initiative hatte zudem angeregt, dass zeitgleich möglichst viele Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener als Symbol des Erinnerns und Gedenkens ein Licht in ein einer Straße zugewandtes Fenster stellen. Rabbi Chaim Kornblum sagte zu Beginn das Kaddisch (Gebet der Trauernden). Nach einem Musikbeitrag erinnerte Karin Welge, Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen und Schirmherrin der Demokratischen Initiative, an die Ereignisse und die Opfer des Pogroms vom 9. November 1938. Welge: "Der 9. November macht uns deutlich: Wir müssen Verantwortung übernehmen und Gesicht zeigen, heute und in Zukunft - gegen Antisemitismus und Rassismus, gegen Stammesdenken, Diskriminierung und Gewalt. Und wir müssen einstehen, jeden Tag neu, für ein gewaltloses und friedfertiges Miteinander, für Respekt, für eine gute Diskussionskultur - kurz: für unsere Demokratie!" Die Oberbürgermeisterin schloss mit den Worten: "Diese Aufgabe wird uns lange begleiten. Sie ist kein Selbstläufer, eine rasche Lösung wird es nicht geben. Aber ich weiß: Obwohl wir heute hier vor der Neuen Synagoge nur in einem sehr kleinen Kreis zusammenkommen, werden sich sehr viele Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchen daran beteiligen - und nicht nur Menschen aus unserer Stadt. Und dafür, für Ihren Einsatz und für Ihre Haltung, danke ich Ihnen sehr herzlich!" Die Veranstaltung endete nach einem Moment der Stille mit dem Moorsoldatenlied.

Seit 1964 gedenken die Menschen in Gelsenkirchen jedes Jahr am 9. November der Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung im Jahr 1938. Seit 1933 waren jüdische Deutsche durch zahlreiche antisemitische übergriffe bedroht und an den Rand der Gesellschaft gedrängt worden. Die Novemberpogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November waren der vorläufige Höhepunkt dieser andauernden Hetze. Was die Nationalsozialisten zynisch "Reichskristallnacht" nannten, war ein Schlüsselereignis der Gewalt- und Verbrechensgeschichte des "Dritten Reiches" beteiligen . Die Erinnerung an die Novemberpogrome von 1938 steht für die Entschlossenheit, solche Entwicklungen entschlossen zu bekämpfen. Die Demokratische Initiative hofft, im November 2021 wieder zur Ursprungsform von Gedenkzug und Kundgebung zurückkehren zu können. Sie ruft alle Menschen in Gelsenkirchen auf, jeder Form von Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt entschieden entgegenzutreten.

 

 

DEMONSTRATION & KUNDGEBUNG AM 9. NOVEMBER 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener,

die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie macht es leider inzwischen auch erforderlich, von der Veranstaltung auf dem Heinrich-König-Platz Abstand zu nehmen.

Wir planen stattdessen nun einen deutlich kleineren, ausschließlich DI-öffentlichen Rahmen.

Hiervon soll es einen Videomitschnitt geben, der noch am selben Abend ab 18.30 Uhr u.a. auf dieser Homepage sowie www.gelsenkirchen.de abrufbar ist und auch über die Sozialen Medien verbreitet wird.

Es wäre schön, wenn zeitgleich von möglichst vielen Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchenern als Symbol des Erinnerns und Gedenkens ein Licht in ein einer Straße zugewandtes Fenster gestellt würde.

Lassen Sie uns gemeinsam hoffen, dass wir im November 2021 wieder zur Ursprungsform von Gedenkzug und Kundgebung zurückkehren können.

Ihre Demokratischen Initiative

 

 


Liebe Gelsenkirchenerinnen, liebe Gelsenkirchener,

am 13. September dieses Jahres finden in unserer Stadt Kommunalwahlen statt.
Neben vielen demokratischen Parteien treten bei dieser Wahl auch wieder Gruppierungen an, die durch populistische oder offen extremistische Parolen scheinbar einfache Lösungen für komplexe Probleme anbieten.
Damit richten sie sich jedoch in der Regel gegen Minderheiten, die für alle vermeintlichen Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft verantwortlich gemacht werden.
Hass und Intoleranz gegenüber denjenigen, die anderer Meinung sind, die eine andere Hautfarbe haben oder anderer Herkunft sind, werden dabei mittlerweile offen zur Schau getragen.
Wirre und haltlose Verschwörungsmythen finden insbesondere im Internet eine beunruhigende Verbreitung.
Einige Vertreter von rechtspopulistischen Parteien machen aus ihrer Verfassungsfeindlichkeit mittlerweile gar kein Geheimnis mehr und werden daher auch vom Bundesverfassungsschutz beobachtet.

Die Demokratische Initiative ruft alle Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger auf, ihr Wahlrecht bei den anstehenden Wahlen am 13. September zu nutzen und demokratische Parteien zu wählen.

Keine Stimme für Rechtsextremisten und Rechtspopulisten!

Denn wer Minderheiten ausgrenzt, andere Lebensweisen mit Hass verfolgt und Menschen wegen ihrer Lebensgeschichten mit Gewalt bedroht, macht sich zum Feind unserer Stadtgesellschaft, zum Feind von Freiheit und Demokratie.

Wir Gelsenkirchener Demokratinnen und Demokraten bekennen uns dagegen zu Toleranz und Zivilcourage!

Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen für ein vielfältiges und friedliches Gelsenkirchen!

Gebt den Rechtspopulisten keine Chance unsere Stadt zu vergiften - wählt Freiheit und Demokratie!

Der Demokratischen Initiative gehören folgende Organisationen an:
Arbeiterwohlfahrt - Unterbezirk Gelsenkirchen/Bottrop, Bündnis 90/DIE GRüNEN - Kreisverband Gelsenkirchen, Caritasverband - Kreisverband Gelsenkirchen, CDU - Kreisverband Gelsenkirchen, Der Paritätische - Kreisgruppe Gelsenkirchen, Deutscher Gewerkschaftsbund - Region Emscher-Lippe, Deutsches Rotes Kreuz - Kreisverband Gelsenkirchen, Deutsch-Türkischer Freundeskreis, Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V., Evangelischer Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid, FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V., FDP - Kreisverband Gelsenkirchen, Festkomitee Gelsenkirchener Karneval e.V., Gelsensport, Gemeindeverband der Katholischen Kirchengemeinden in Gelsenkirchen, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit - Gelsenkirchen, Integrationsrat der Stadt Gelsenkirchen, Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen, Jugendring Gelsenkirchen e.V., Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Gelsenkirchen, Kolping Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Polizei Gelsenkirchen, Schalker Fan-Initiative e.V., SPD - Unterbezirk Gelsenkirchen, Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken - Gelsenkirchen, Stadt Gelsenkirchen

Aufruf_DI_Kommunalwahlen_13.09.2020_Beschlussversion_Plenium.pdf

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder der Demokratischen Initiative,

Ihnen ist vor einiger Zeit die Einladung zur Mitwirkung an den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2020 zugegangen.
Wir haben uns sehr über die Resonanz darauf gefreut, die in ein ansehnliches Programm gemündet ist.
Den Akteurinnen und Akteuren, die dazu beigetragen haben, auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank.
Leider hat die Entwicklung und Ausbreitung des Coronavirus dazu geführt, die Aktionen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2020 absagen zu müssen. Die E-Mail an die Akteurinnen und Akteure der Internationalen Wochen und auch das Programm sind zu Ihrer Information ebenso beigefügt wie ein städtischer Pressenewsletter.

Wir würden uns freuen, einen etwaigen Nachholtermin oder auch die Aktionen im kommenden Jahr auf eine noch breitere Basis stellen zu können und laden bereits heute auch die Organisationen dazu ein, die im leider nun abgesagten Programm noch nicht mit einem Beitrag vertreten waren.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Geschäftsstelle der Demokratischen Initiative
Michael Hannrath-Hanasek           Dr. Daniel Schmidt           Joachim Eschenröder

 

 

Broschüre Internationale Wochen gegen Rassismus 16 - 29 März 2020

DI-2020-Wochen-gegen-Rassismus-Broschuere-Web.pdf

 

 

Internationale Wochen gegen Rassismus 2020

Internationale_Wochen_gegen_Rassismus_2020.pdf
Meldebogen_Internationalen_Wochen_gegen_Rassismus_2020.pdf"