Einladung zu einer stillen Mahnwache heute um 18.30 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge, Georgstraße 2 in Gelsenkirchen!

Heute, 10. Oktober 2019, 18.30 Uhr
Platz der Alten Synagoge, Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen

Gestern hat es in Halle (Saale) einen menschenverachtenden Anschlag mit zwei Todesopfern und mehreren Verletzten gegeben. Ein rechtsextremer Terrorist hat ganz gezielt versucht, in die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Halle einzudringen, um dort ein Blutbad anzurichten. Als ihm dies nicht gelang, suchte er in der Nachbarschaft neue Opfer. Nur um Haaresbreite scheiterte der schwer bewaffnete Täter mit seinem Plan, noch viel mehr Menschen zu töten.

Seine Vorbilder fand der Terrorist in Kopenhagen, Pittsburgh und Christchurch - in dieser traurigen Reihe steht nun auch die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt. Die Bluttat knüpft aber auch an die rechtsterroristischen Attentate an, die die Bundesrepublik Deutschland in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zutiefst erschüttert haben.

Der brutale Angriff des Rechtsextremen trägt die menschenverachtenden Züge von Antisemitismus, Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Damit werden das friedliche Zusammenleben, der gesellschaftliche Zusammenhalt und die kulturelle Vielfalt in unserem Land attackiert. Damit werden wir alle attackiert!

Die Fundamente der Demokratie sollen so beschädigt werden. Daher ist es an uns, die grundlegenden Werte unserer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft entschlossen zu verteidigen.

Auch in Gelsenkirchen gab es in den letzten Monaten zunehmend verbale Anfeindungen, Schändungen und Sachbeschädigungen, insbesondere auch gegen jüdische Menschen und jüdische Einrichtungen. Wir wollen keinen Zweifel daran lassen, dass jüdisches Leben unabdingbar zu unserer Stadtgesellschaft gehört.
HEUTE, Donnerstag, 10. Oktober 2019, 18.30 Uhr zu einer stillen Mahnwache an der neuen Synagoge auf. Bitte erscheinen Sie zahlreich.
Mit unserer Anwesenheit gedenken wir der Opfer in Halle und bekunden öffentlich, dass wir Seite an Seite mit der jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen stehen. Wir stehen für eine offene und respektvolle Stadtgesellschaft!

Frank Baranowski

 

 

Der FC Schalke 04 veröffentlicht in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, dem Institut für Stadtgeschichte und dem Schalker Fanprojekt eine neue Publikation: “Spurensuche - Jüdische Schicksale auf Schalke“.

Am Donnerstag, den 5. September, wird das Projekt in der VELTINS-Arena vorgestellt.
https://schalke04.de/inside/spurensuche-juedische-schicksale-auf-schalke/

 

 

Beteavon = Guten Appetit!

Tradition trifft Moderne

Jüdischer Abend

am 28.10.2019 um 18:30 Uhr
im Courtyard by Marriott® Gelsenkirchen, Parkallee 3, 45891 Gelsenkirchen

Erleben Sie die Vielfalt der jüdischen Küche bei einem leckeren 4-Gang Menü und hören Sie Geschichten und Anekdoten aus dem jüdischen Leben, gelesen von Judith Neuwald-Tasbach und musikalisch begleitet von Norbert Labatzki. Freuen Sie sich auf eine musikalische überraschung mit Joachim Gabriel Maaß!

Das Menü:

• Challa (Mohnzopf) mit dreierlei Hummus und gefillte Fischbällchen
• Eichblattsalat mit Orangen, Datteln und Pinienkernen
• Tomatensuppe mit Sauerteigbrot nach Yothams Rezept
• Lamm mit Artischockenherzen - Geschmorte Lammstelze in Knoblauch-Rotweinsoße mit Artischockenherzen, getrockneten Tomaten, Rosinen und gebackenen Rosmarin-Kartoffelwürfeln
• Käse Knafeh mit Sirup

€ 39,- pro Person
4-Gänge (exkl. Getränke)

Info und Reservierung unter
Tel. +49.209.860.0 oder www.green-olive.de
Courtyard by Marriott® Gelsenkirchen
Parkallee 3, 45891 Gelsenkirchen, Germany
Tel. +49.209.860.0
Marriott.com/QBOGK

Beteavon = Guten Appetit!

 

 

Veranstaltungsreihe - Programm 2. Halbjahr 2019

Das Institut für Stadtgeschichte führt in der Dokumentationsstätte “Gelsenkirchen im Nationalsozialismus” mit ihrer neuen Ausstellung wieder regelmäßig Veranstaltungen durch. Die Veranstaltungen sollen ein Forum bieten, mit ausgewiesenen Fachleuten verschiedene Themen aus der Geschichte des Nationalsozialismus und aus der politischen und pädagogischen Auseinandersetzung mit dem “Dritten Reich” öffentlich zu diskutieren.

ISG_Programm_2-2019.pdf

Mittwoch, 28. August 2019, 19 Uhr
Gauleiter Alfred Meyer und die Universität Münster

Vortrag von Dr. Kristina Sievers, Herne, mit anschließender Diskussio

Mittwoch, 25. September 2019, 19 Uhr
Der andere Blick auf das “Dritte Reich“: Werke deutscher Exil-Autorinnen zwischen 1933 und 1945

Vortrag von Dr. Jürgen Nelles, Bonn, mit anschließender Diskussion

Mittwoch, 30. Oktober 2019, 19 Uhr
“Target Ferox“ - Gelsenkirchen und der alliierte Bombenkrieg 1939 bis 1945

Bauhauskünstlers und Emigranten René Halkett (1900-1983) Vortrag und Lesung von Thomas B. Schumann, Hürth, mit anschließender Diskussion.

Mittwoch, 27. November 2019, 19 Uhr
Ende der Maloche im Kohlebergbau Auch jüdische Arbeiter waren unter Tage dabei

Vortrag von PD Dr. L. Joseph Heid, Duisburg, mit anschließender Diskussion

Vor jeder Abendveranstaltung findet eine öffentliche Führung von 18 Uhr bis 19 Uhr durch die Dauerausstellung
“Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ statt.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

 

 

Kundgebung

zum Gedenken an die Nacht vom 9/10 November 1938.
Jedes Jahr am 9. November organisiert die demokratische Initiative eine Gedenkveranstaltung in Gelsenkirchen, zur Erinnerung an die Pogrome in der sogenannten “Reichskristallnacht”. Auch in Gelsenkirchen brannten die Synagogen in Gelsenkirchen und Buer, der Bueraner Friedhof wurde verwüstet. Zahlreiche Geschäfte an den Einkaufsstraßen der Stadt wurden zerstört, Menschen wurden misshandelt, ihr Hab und Gut vernichtet und gestohlen.
Das Gedenken an die Verbrechen dieser Nacht ist eine dauernde Mahnung gegen Intoleranz, Ausgrenzung und Gewalt. Mit großer Sorge sehen wir das erneute Anwachsen und die Auswüchse von Intoleranz und Gewalt gegenüber Minderheiten, insbesondere gegenüber Menschen nicht-deutscher Herkunft, in alarmierender Weise verbunden mit rechtsextremistischer Ideologie. Alltägliche Diskriminierung wird vielfach nicht ausreichend wahrgenommen. Auch Gelsenkirchen ist nicht vor Fremdenfeindlichkeit und Gewalt gefeit.
Wir rufen alle Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener auf: Beziehen Sie mit Ihrer Teilnahme an der Demonstration und der Kundgebung Stellung!

 

Bunte Vielfalt 10.06.2006 No Nazis 03.10.2007 Protestmarsch 14.06.2009